KUTTER

Baumischverfahren
(Mix in place / In situ).

Tragfähigkeit schonend herstellen.


Beim Baumischverfahren wird das Material vor Ort bearbeitet. Andere Bezeichnungen dafür sind „in situ“, lateinisch für „am Ort“ oder „Mix in place“, Mischung vor Ort.

Das ungebundene Material wird plangerecht eingebaut. In den oberen Tragschichten kann man mit der Bodenverfestigung durch Zugabe von Zement die Tragfähigkeit langfristig erhöhen. Damit steigt die Widerstandsfähigkeit der Schicht gegenüber Beanspruchungen durch Verkehr und Klima.

Das Materialgemisch ist nach dem Abbindeprozess wasserunempfindlich und frostbeständig.
 
Die Ausführung kann mit unterschiedlichen Geräten erfolgen:
 

1) Recycler / Stabilisierer


Das Bindemittel wird aufgestreut und vertikal durch eine Stabilisierungsfräse eingemischt. Notwendiges Wasser wird direkt aus einem vorgeschalteten Wasserwagen in den Mischraum gefördert und computergesteuert dosiert.
 

Neben Zement wird auch Bitumen zur Bindung der oberen Tragschicht verwendet

Neben Zement wird auch Bitumen zur Bindung der oberen Tragschicht verwendet

2) Mixpaver mit Zwangsmischer


Die Arbeitsweise bei diesem Verfahren ähnelt dem Baumischverfahren mit einem Stabiliserer. Im Gegensatz dazu wird jedoch das Material in einen Zwangsmischer geführt und dann zusätzlich quer verteilt. Dadurch entsteht ein homogenes Gemisch der verwendeten Stoffe über der gesamten Arbeitsbreite.
 
Das in situ erzeugte Materialgemisch wird von dem Mixpaver mit einer Bohle höhengenau eingebaut und vorverdichtet.
 

Kaltrecycling der Fahrbahndecke auf der A44 im Baumischverfahren mit dem Mixpaver

Kaltrecycling der Fahrbahndecke auf der A44 im Baumischverfahren mit dem Mixpaver