KUTTER

Pauschalvertrag.

KUTTER - Fixpreis von Anfang an.


Bei diesem Vertragstyp sagt der Auftragnehmer dem Auftraggeber die vereinbarte Werkleistung zu einem Pauschalpreis zu. Im Gegensatz zu einem Einheitspreisvertrag (siehe dort), bei dem sich der Endpreis erst aus der Verbindung der Einheitspreise mit den zugehörigen und durch ein Aufmaß zu ermittelnden Mengen ergibt (siehe § 2 Abs. 2 VOB/B), trägt hier der Auftragnehmer das so genannte Mengenermittlungsrisiko.
 
Somit ist der Endpreis bei einem Pauschalvertrag grundsätzlich fest, es sei denn, es kommt zu geänderten oder zusätzlichen Leistungen, die stets gesondert zu vergüten sind.
 
Gegenstand eines Pauschalpreises können sowohl die gesamte Leistung als auch einzelne Positionen sein.
 
Beispiel:
 
In einem Einheitspreisvertrag wird die Baustelleneinrichtung zu einem Pauschalpreis vergeben, während die Vergütung der weiteren Leistungen nach Einheitspreisen erfolgt.
 
Bei diesem Vertragstyp ist stets zu prüfen, welchen Umfang die Pauschalierung hat und damit, um welche Art von Pauschalvertrag es sich handelt. Bei einem sogenannten Detail-Pauschalvertrag (siehe dort) sind nur die Mengen pauschaliert. Erst, wenn die ausgeführte Menge in unzumutbarer Weise von der vereinbarten Menge abweicht, ist eine Vergütungsanpassung denkbar (§ 2 Abs. 7 VOB/B).
 
Haben die Vertragsparteien einen Global-Pauschalvertrag (siehe dort) geschlossen, ist die Pauschalierung weitergehend, und der Auftragnehmer trägt neben dem Mengenermittlungsrisiko auch das Vollständigkeitsrisiko in dem vertraglich vereinbarten Umfang.